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Wie du lernst, dich selbst zu lieben, indem du netter mit dir sprichst

Wie du lernst, dich selbst zu lieben, indem du netter mit dir sprichst

Einen Hinweis vorweg: Dieser Text ist nicht als Hilfe bei Depressionen zu verstehen, sondern enthält die persönliche Erfahrung des Autors, basierend auf recherchierten Fakten zum Thema. Solltest du das Gefühl haben, dass dein Tag gefühlt immer dunkel ist, du antriebslos bist und nur noch im Bett bleiben möchtest, rate ich dringend, dir professionelle Hilfe zu nehmen. 
 
Wenn du auch jahrelang nicht in der Lage warst, dich selbst so zu lieben wie du bist, ist dieser Artikel vielleicht ganz spannend für dich.

Ich habe mich so lange mit dem Thema Selbstliebe beschäftigt, dass mir nicht nur der Durchbruch für mich gelungen ist, ja ich liebe mich heute mehr denn je, stattdessen habe ich für mich herausgefunden, dass es wichtig ist, erst mal den Selbsthass zu verstehen und diesen dann in Selbstliebe umzuwandeln. 

Menschen, die nicht von Selbsthass betroffen sind, werden viele Aussagen in diesem Artikel nicht verstehen. Gut so! Es spricht ja dann alles dafür, dass du einen guten Draht zu dir selbst hast. Aber zu viele Menschen da draußen wissen nicht, wie es ist, seinen eigenen Wert zu erkennen und für all jene sind diese Worte gedacht. 

Meistens geht es schon am Morgen auf dem Weg ins Badezimmer los. Wir starten schon mit dem Satz, ich gehe mich mal fertigmachen in den Tag. Und genau das passiert dann im Badezimmer auch. Wir machen uns fertig. 

Ich bin so fett geworden. Ich habe aber auch viele Falten. Ich bin so unproduktiv. Ich bin ein Verlierer. Niemand liebt mich. Ich habe nichts geschafft. Ich bin faul. Alle anderen sind schöner als ich. Andere sind erfolgreicher als ich. Ich bin so dumm. Ich habe keine Disziplin.

Na, kommen dir diese Aussagen bekannt vor? All deine negativen Glaubenssätze sprudeln nur so aus dir heraus und brennen sich weiter ganz fest in deinem Unterbewusstsein ein. 

Wenn wir jetzt mal ehrlich sind, ist das schon ganz schön frech und respektlos, was wir uns da jeden Tag an den Latz knallen. Oder würdest du all das, was du dir selbst jeden Tag so um die Ohren haust, auch einem deiner liebsten Menschen aus deinem Umfeld so sagen? 

Würdest du deiner besten Freundin sagen: „Ja Moin, ganz schön fett geworden!“ „Du bist echt dumm!“ „Du bist richtig faul!“ „Die da vorn ist aber viel hübscher als du!“ Würdest du all das zu Menschen sagen, die du liebst?

Nicht? Warum redest du dann so mit selbst? 

Wie soll deine Seele, dein Unterbewusstsein, damit umgehen, wenn du dich jeden Tag nieder machst? 

Ich habe das auch mein ganzes Leben so gemacht. Leider werden wir durch äußere Umstände schnell so programmiert. Das kann ich früher Kindheit passieren, im Teenageralter, aber auch im erwachsenen Alter. Es stecken fast immer toxische Beziehungen hinter deinem Selbsthass. Damit meine ich nicht ausschließlich Liebesbeziehungen. Auch Eltern, Geschwister, Onkel, Tante und Cousinen und Cousins können sehr toxisch sein. 

An dieser Stelle kann ich dir das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ empfehlen. Ich habe vieles erkannt und verstanden und konnte so alte Muster auflösen. 

Dann habe ich angefangen, netter zu mir selbst zu sein. Eben so nett, wie ich es zu all den anderen Menschen in meinem Umfeld bin. Erst mal kostet es ein bisschen Überwindung, sich selbst tolle Dinge zu sagen. Das kann ich dir sagen. Aber es wird von Tag zu Tag besser und es wird etwas in dir auslösen, wenn du am Ball bleibst. Das verspreche ich dir!

Hier mal ein paar Beispiele für liebe Worte, die sich in positive Glaubenssätze umwandeln, die du dir selbst jeden Tag sagen kannst:

Ich bin schön. 

Ich bin liebenswert. 

Ich bin richtig so wie ich bin. 

Ich bin wertvoll. 

Ich sehe sehr gut aus.

Ich bin fleißig. 

Ich bin erfolgreich in allem, was ich tue. 

Ich verzeihe mir Fehler. 

Ich bin anziehend. 

Ich werde geliebt.

Ich liebe mich selbst, so wie ich bin.

Am besten nimmst du dir bewusst eine viertel Stunde am Tag Zeit, in der du dich kurz hinsetzt, dich zurücklehnst und mal drei ganz tiefe Atemzüge nimmst. Dann schließt du deine Augen und sagst die eine viertel Stunde lang nur positive Worte über dich. Wichtig hierbei ist, dass du immer ich bin und ich habe verwendest. Nicht aber ich wäre und ich würde. 

Es geht darum, dein Unterbewusstsein wieder neu zu programmieren. Darum ist die Wortwahl entscheidend. Bei wäre hätte Wenn und Aber handelt es sich um Wünsche. Du willst aber ja deinem Unterbewusstsein beibringen, wieder netter zu dir dir selbst zu sein.

Was du erst noch als ganz bewusste Übung machst, wird sich nach einiger Zeit automatisieren. Und du wirst merken, dass du durch positive Gedanken so viel Veränderung in dein Leben bringen kannst. 

Wenn du schon am Morgen Kleinigkeiten in deinen Gedanken veränderst, wirst du ganz anders in den Tag starten. Statt nach dem Klingeln des Weckers morgens zu denken, oh nein, ich muss jetzt aufstehen, kannst du auch denken, danke, dass ich aufstehen darf.

Positive Glaubenssätze sind wirklich der Motor für dein Wohlbefinden. Du bist, was du denkst, stimmt einfach zu 100 %. Ich hoffe, du kannst durch diesen Artikel weiterhin an dir arbeiten und dich von deinen Selbstzweifeln befreien. Denn wie du mit dir selbst redest und was du über dich denkst, hast nur du in der Hand! Niemand wird kommen und dir dabei helfen. 

Setze dich jetzt nur nicht unter Druck. Es wird weiterhin immer gute und schlechte Tage geben.  Auch wenn du dich selbst liebst und voller positiver Glaubenssätze bist, wirst du an manchen Tagen, negative Gedanken haben. Das ist menschlich und alles andere ist in meinen Augen schlichtweg gelogen. 

Du kannst nicht jeden Tag positiv, selbstverliebt und optimistisch durch die Welt hüpfen. Aber du kannst dich jeden Tag darauf besinnen, dass du dich selbst liebst, respektierst und an erster Stelle stellst. Ab jetzt weißt du, dass du an Tagen, an denen du es nicht wirklich fühlst, deine Gedanken durch liebe Worte an dich selbst beeinflussen kannst.

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