Eine minimalistische Anleitung für mehr Selbstfürsorge

Eine minimalistische Anleitung für mehr Selbstfürsorge

Selbstfürsorge ist wichtig und sollte ein fester Bestandteil in jedem von uns sein. Dabei geht es allerdings nicht darum, den ganzen Tag im Yoga Outfit mit einem Matcha Latte durch die Hochglanzwohnung zu meditieren. Dieses Bild wird für meinen Geschmack zu stark durch die sozialen Medien nach außen getragen, wenn es um Selbstfürsorge geht.

Bei Selbstfürsorge geht es um die kleinen Dinge im Alltag, die du auch wirklich für dich umsetzen kannst. Es geht darum, unseren antrainierten Perfektionismus mal beiseitezulegen und um Bewusstsein. Das müssen wir wieder lernen. Durch den wahnsinnig schnellen Informationsfluss, dem wir jeden Tag in jeglicher Form ausgesetzt sind oder besser gesagt, dem wir uns jeden Tag aussetzen, ist das leider etwas verloren gegangen.

Mache dir mal wieder bewusst, wie du lebst. Wann stehst du auf, wie viel Zeit planst du für dich am Morgen ein, was frühstückst du, wie startest du in den Tag?  Wie oft sagst du Ja, obwohl du Nein sagen möchtest?
 
Bei den meisten ist es ja leider so, dass direkt nach dem Aufstehen das Handy in die Hand genommen wird. Ganz nach dem Motto lasst den Informationsfluss beginnen und das Bewusstsein für das eigene Befinden hintanstellen. Diese Gewohnheit ist nicht die beste Art, um in den Tag zu starten. Wenn du das Handy schon am Abend in einem anderen Raum lässt und am Morgen erst mal den Fokus auf dich selbst legst, wirst du schon nach kurzer Zeit weniger Stress und Unruhe verspüren.

Fühl doch nach den Aufwachen mal in deinen Körper hinein. Ich muss gestehen, bei mir zwickt es hier und da schon ein wenig, wenn ich aufwache. Aber grundsätzlich bin ich gesund und das mache ich mir bewusst. Dass ich jetzt aufstehen darf und auf meinen zwei Beinen durch den Tag gehen kann. Vielen bleibt das verwehrt. Dann kannst du, statt dich auf Social Media blenden zu lassen, mal in deine Seele reinhören. Wie gehts dir? Möchtest du heute genauso deinen Tag verbringen wie gestern oder möchtest du etwas verändern? Es liegt immer in deiner Hand, denk daran.

Dankbarkeit ist auch ein wichtiger Bestandteil der Selbstfürsorge. Wie oft bist du dankbar für das, was du alles haben darfst? Gelingt es dir besser, dankbar darüber zu sein, was du alles hast oder bist du häufiger unzufrieden darüber, was dir vermeintlich grade fehlt? Zur Selbstfürsorge gehört auch, dass du zufrieden bist und das ist gar nicht so schwer zu lernen. Mache dir mal bewusst, wie vielen Menschen es wirklich schlecht geht auf dieser Welt. So viele Menschen haben gar keine Wahl, wie ihr Leben verläuft. Haben kein Dach über den Kopf, nichts zum Essen und viel zu viele haben nicht mal Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jetzt schau mal, was du alles hast und versuche die Dankbarkeit richtig zu spüren.

Baue dir Routinen auf, um deinen Alltag zu strukturieren und dadurch den Stress zu minimieren. Direkt nach dem Aufwachen kann ich dir ein kleines Work-out nur empfehlen. Es gibt viele online Anbieter, womit du sportlich in den Tag starten kannst. Zu meinem Kraftsport, den ich zwei- bis dreimal in der Woche ausübe, mache ich jeden Morgen 15 Minuten ein Early-Bird-Workout. Das ist nicht schweißtreibend, aber effektiv. Ich bewege den ganzen Körper einmal durch und es geht mir deutlich besser, als wenn ich es nicht mache.

Selbstfürsorge im Job ist auch wichtiger denn je. Die Aufgaben stapeln sich eh schon und immer wird dir noch mehr aufgetragen. Hier ist es wichtig zu lernen, Nein zu sagen. Wenn du immer alles annimmst und versuchst es jedem Recht zu machen, wirst du immer der Mensch sein, der am ehesten auf der Strecke bleibt. Heutzutage wird ein enormer Druck ausgeübt und es gibt kaum noch Grenzen. Die schnelle Nachricht am Handy nach Feierband ist ja oft erst der Anfang. Über die unzähligen Mails, die in der Freizeit bearbeitet werden, möchte ich gar nicht sprechen.

Kein Geld, kein Job und kein anderer Mensch auf dieser Welt ist es Wert, dass du deine Gesundheit aufs Spiel setzt. Was glaubst du, warum haben wir heutzutage so viele psychisch kranke Menschen auf der Welt? Stress, Druck und unmenschliche Belastungen sind der Grund.  So viele sind einfach ausgebrannt. Hinzu kommen oft finanzielle Sorgen und Druck von außen. Überdenke mal dein Konsumverhalten. Was brauchst du wirklich? Ist es das Materielle, das dich glücklich macht, oder sind es Momente? Spare dir dafür Geld an und schaffe dir einen Puffer für schlechte Zeiten. Egal wie viel du im Monat auf die hohe Kante legen kannst, fang an zu sparen. Langfristig wird es dir Ruhe verschaffen.

Ich weiß, dass es nicht leicht ist, Nein zu sagen. Speziell im Job und speziell für introvertierte Menschen. Deine Vorgesetzten wissen das. Sie wissen genau, mit wem sie was machen können. Hier kannst du Folgendes probieren: Wenn dir im Job eine Aufgabe zugeteilt wird, obwohl du schon ausgelastet bist, frag deinen Vorgesetzten freundlich, aber bestimmt, welche alte Aufgabe du für die Neue liegen lassen oder abgeben sollst. Es muss einfach alles im Rahmen des Möglichen bleiben. Du darfst niemals Angst vor Veränderung haben. Wenn dein Job an deine Gesundheit geht oder die Menschen, die dort arbeiten, musst du für dich die Entscheidung treffen, einen anderen Job zu finden. 

Genauso ist es mit Freunden, Familie und Beziehungen. Wenn andere Menschen deine Gesundheit gefährden, ist es an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Toxische Beziehungen machen auf Dauer krank und können dir dein ganzes Selbstbewusstsein zerstören. Kompromisse eingehen gehört in jeder zwischenmenschlichen Beziehung dazu. Aber wenn es auf einen einzigen Kompromiss hinausläuft, der dazu immer auf deine Kosten geht, ist es an der Zeit, dich selbst zu wählen
 
Du siehst, wie wichtig Bewusstsein im Zusammenhang mit Selbstfürsorge ist. Deswegen musst du nicht esoterisch werden und nur noch meditieren. Du kannst deine Selbstfürsorge durch kleine Veränderungen deiner Gewohnheiten ganz bodenständig in deinen kernigen Alltag einbauen.

Dass die Umsetzung der Dinge im Alltag oft schwierig ist, das ist mir klar. Ich schaffe auch nicht jeden Tag nur Gutes für mich selbst zu tun. Das gehört aber dazu. Wichtig ist, dass du dann am nächsten Tag versuchst, es einfach anders zu machen. Leider sind es oft auch nur Ausreden, die uns zurückhalten. Es ist eben aus erster Sichtweise einfacher, alles so zu machen wie bisher. Ob es das bei genauerer Betrachtung allerdings wirklich so ist? Ich bezweifle es. 

Selbstfürsorge ist keine Pille, die man schluckt und alles ist gut. Selbstfürsorge bedeutet Veränderungen, ein wenig Disziplin und es bedeutet, gesunde Routinen für zu entwickeln. Das klappt nicht von heute auf morgen. Ein bewusstes Leben bedeutet Tag für Tag neues von sich zu lernen und dem Prozess zu vertrauen. Wichtig ist, dass du anfängst. Besser jetzt sofort als später.

Sonntag – Was du als Single unternehmen kannst

Sonntag – Was du als Single unternehmen kannst

Ich kann mich noch gut an die ersten Sonntage meiner Singlezeit erinnern. Auch wenn sie schon so viele Jahre zurückliegen. Das liegt wohl daran, dass ich viel zu viel auf andere Menschen gehört habe. 

In Zeitschriften, auf Blogs und beim klassischen Small Talk fallen ja gern mal abfällige Sätze dazu, wie du als Single wohl deinen Sonntag verbringst. Mit betroffener Miene wird man angeschaut und darüber ausgefragt, wie man denn den Tag rum bekommt, so ganz allein. 

Heute kann ich sagen:“Super, bekomme ich den Tag herum!“ „Vielleicht sogar besser als Du!“

Lasst euch nicht verrückt machen, durch Überschriften wie, Sonntag der schlimmste Tag als Single. Oder Sonntag, der schwarze Tag im Leben eines Singles. Völliger Blödsinn!Glaubt ihr wirklich, dass ein Sonntag mit zwei kleinen Kindern, die vielleicht noch schlecht geschlafen haben und um 5.30 Uhr alle aus dem Bett schreien, besser ist als einen freien Tag allein zu verbringen? Ich denke nicht. 

Versteht mich nicht falsch. Nichts gegen das Konzept Familie, aber jeder bitte so, wie er mag. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass das Familienkonzept überall das meist gelobte Lebenskonzept ist. Ich möchte das hier auch gar nicht infrage stellen, aber was ich deutlich sagen möchte, dass ein Leben allein nicht weniger Wert ist! 

Allein leben ist schön. Punkt. Wollte ich Kinder in meinem Leben? Ja! Habe ich Kinder? Nein! Bin ich deswegen vergrämt? Nein! Warum auch. Es sollte nicht sein und gut. Ich habe gelernt, dass Leben anzunehmen wie es kommt. Am Ende des Tages habe ich ja eh keine andere Wahl. Obwohl im Fall Kinder hätte ich sie gehabt. Ich hätte mich natürlich einfach schwängern lassen können oder eine künstliche Befruchtung anstreben, aber das ist nicht das, was ich mir für mein Leben vorgestellt hatte.

Aber genug von mir. Hier kommen ein paar Vorschläge für Stadt und Land, was du sonntags prima allein unternehmen kannst. 

Ausgedehnte Morgenroutine

Sonntags kannst du alles ganz in Ruhe und in deinem Tempo starten. Ich freue mich schon freitags auf Sonntag, weil ich weiß, dass ich da keine Termine habe. Wie wäre es mit einer kleinen Meditation direkt nach dem Aufstehen, danach ein paar Zeilen in deinem Lieblingsbuch lesen und in der Hand ein warmes Getränk.

2. Work-out

Am Sonntagmorgen gehe ich immer noch am liebsten ins Fitnessstudio. Kein Zeitdruck und erstaunlich viele nette Menschen. Auch ein Zuhause bietet sich ein kleines Work-out an. Danach eine heiße Dusche oder Badewanne mit einer Gesichtsmaske, Haarmaske und allem, was dazu gehört. 

3. Raus an die frische Luft

Was hält dich davon ab, einen schönen Spaziergang zu machen? Bei uns an der Küste geht das prima am Strand, in der Stadt, in einem schönen Park oder in den Bergen. Wo auch immer es bei dir am schönsten ist. Fahr dorthin und nimm mal wieder die Natur und die Umgebung um dich herum wahr. Du wirst sehen, wie gut das tut! 

4. Weiterbildung

Sollte es so sein, dass dir die Decke auf den Kopf fällt, nutze doch die Zeit für Weiterbildung. Es gibt so unglaublich viele gratis Informationen im Internet, dass es fast zu jedem Interessengebiet etwas gibt. Du musst dich ja nicht beruflich weiterbilden, aber vielleicht ein neues Hobby? Was wolltest du schon immer mal lernen oder wissen? Beschäftige dich damit.

5. Essen gehen

Ob Morgens, mittags, nachmittags oder abends. Wenn du essen gehen möchtest, dann mach das. Warte nicht darauf, bis jemand Zeit hat, dich zu begleiten. Geh allein. Es ist weniger schlimm, als du denkst. Oft haben wir den Gedanken, dass wir angeschaut werden und die Leute tuscheln, aber glaub mir, die meisten haben mehr mit sich selbst zu tun, als auf dich zu achten. Und selbst wenn sie starren und tuscheln? Lass sie. Meistens sind diese Menschen nicht wirklich zufriedener als du. Im Gegenteil. Sonst hätten sie ja keine Zeit, ihren Fokus auf dich zu richten, um damit ihr eigenes Leid etwas zu lindern.

6. Fahrradtour

Wenn du ein Fahrrad besitzt, dann raus mir dir! Ab an die frische Luft. Mach doch mal eine ausgedehnte Fahrradtour durch deine Gegend. Ganz ehrlich, Fahrrad fahren ist allein viel praktischer als zu zweit. Man kann sich eh nicht wirklich unterhalten und oft hat man auch unterschiedliche Fahrstile. Unterwegs kannst du noch irgendwo anhalten und einfach mal den Tag Tag sein lassen. 

7. Kino/Theater

Auch etwas, dass du allein unternehmen kannst. Du wirst dich wundern, wie viele Menschen du dort triffst, die auch allein dort sind. Im Theater habe ich so schon viele nette Bekanntschaften gemacht. Hab keine Scheu. Auch hier gilt, lass die Leute reden. Wenn sie meinen, sie müssen das tun, bitte. Aber das sollte dich nicht von einer schönen Aktivität abhalten, nur weil du keine Begleitung hast. 

Wie du siehst, ist es gar nicht so schlimm, allein zu sein. Vielleicht machen die meisten Dinge in Begleitung mehr spaß, vielleicht aber auch nicht. Es ist deine Einstellung zu den Dingen. Denke dir nicht alles schon im Vorfeld kaputt. Bei allem was du allein unternimmst, bist du niemandem Rechenschaft schuldig. Du hast in letzter Minute keine Lust mehr auf einen Kinobesuch? Gut, dann gehst du nicht. Du musst niemandem absagen und kannst dich ganz auf dich konzentrieren. 

Es ist wichtig, dass du eine gesunde Denkweise bekommst. Natürlich kannst du alles negativ bewerten. Das hilft dir aber nicht weiter. Es ist niemand für dich und dein Glück verantwortlich, außer dir selbst. Wenn du das einmal verstanden hast, wird vieles leichter.

Natürlich habe ich auch Momente, in denen ich mich zum Beispiel im Restaurant allein fühle. Aber dann besinne ich mich schnell wieder und denke darüber nach, wie dankbar ich sein kann, dass ich das überhaupt machen kann. Das ist nicht selbstverständlich. 

Wie du merkst, geht es vor allem um eine gesunde Lebenseinstellung und eine positive Betrachtung der Dinge. So lapidar es auch klingen mag, aber dein Glas ist entweder halb voll oder halb leer. Deine Entscheidung!

5 Tipps eine toxische Person loszulassen

5 Tipps eine toxische Person loszulassen

Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten und dennoch ist es schwerer.
 
Es sagt sich immer so leicht. Einfach loslassen und weiterleben. Aber wie das gehen soll, sagt leider kaum jemand. Ist ja auch schwer für Menschen, die selbst vielleicht noch gar nicht in einer toxischen Beziehung waren. 
 
Wir Menschen sind alle so unterschiedlich, aber in vielen Verhaltensweisen doch wieder ähnlich. So gibt es Menschen, denen nach vorn schauen und loslassen, nicht so schwerfällt, einfach, weil sie schnell für Neues zu begeistern sind. Dann gibt es Menschen, so einer bin ich auch, die sich nur schwer trennen können und wo das Loslassen dann gar nicht so einfach ist.  Mache Menschen suchen sich zum Beispiel immer mal wieder neue Friseure, suchen sich häufiger einen neuen Arzt, probieren immer neue Restaurants und Reiseziele aus. Und andere wiederum gehen möglichst ein Leben lang zum selben Arzt, ein neuer Friseur wäre der Horror und geliebte Reiseziele geben uns ein gutes Gefühl. Wer länger braucht, um Liebe zu fühlen, braucht auch ein bisschen länger, um sich zu lösen.
 
Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich wirklich streng mit mir sein muss, wenn es darum geht, mich von einem Menschen, für den ich Gefühle entwickelt habe, lösen muss. Ich habe dir meine besten fünf Tipps zusammengefasst und hoffe, dass Sie dir in deinem Liebeskummer helfen werden.
Tipp 1
 
Telefonnummer löschen und blockieren
 
Klingt im ersten Moment kindisch und albern, aber es ist wichtig, dass du auf eine bestimmte Zeit den Kontakt vermeidest. Natürlich kannst du auch nur die Nummer löschen, aber in den meisten Fällen kommt doch wieder eine Nachricht, nämlich immer dann, wenn es dir besser geht, dann geht das ganze Theater von vor los. Es ist hart und es tut auch weh, aber vertraue mir, es wird auf lange Sicht besser werden und du kommst einfach schneller darüber hinweg.

Tipp 2

Person auf allen Social Media Accounts löschen und blockieren
 
Wenn du immer die Möglichkeit hast, zu schauen, was der Mensch macht, für den du noch Gefühle hast, dann hilft dir das nicht weiter. Im Gegenteil, du fängst an Dinge und Verhalten zu deuten, oft leider auch falsch, und deine Gedanken kreisen ständig um diese Person. Wie willst du ihn aus dem Kopf bekommen, wenn du immer an ihn denken musst? Das wird nicht gehen.

Tipp 3

Kein schlechtes Gewissen haben 

Das kann ich nicht machen, das wäre gemein, ist ein Satz, den ich schon oft gehört habe, wenn es um das Löschen/Blockieren Thema geht. Es wäre also gemein, wenn Du jemanden löscht, der dich ohne mit der Wimper zu zucken tagelang ghostet? Es ist also gemein, jemanden zu löschen, der dir vorgemacht hat, etwa für dich zu empfinden, obwohl du nur eine Option für ihn warst? Es ist gemein jemanden zu löschen, für den es ganz egal war, dass du dich stundenlang für ein Date zurechtgemacht hast, zu dem er dann einfach so nicht auftaucht? Merkst selbst oder?

Tipp 4

Weinen, reden und Gefühle zulassen

Es ist wichtig, dass du deine Gefühle zulässt und darüber redest. Wenn du nicht reden möchtest, schreib es auf. Du kannst auch Briefe an ihn schreiben und all deine Gefühle darin verarbeiten. Abschicken solltest du ihn allerdings nicht. Ich würde ihn verbrennen und damit alle damit verbundenen Emotionen loslassen. 

Tipp 5 

Hör auf ihn zu idealisieren

Kann es sein, dass du dir diesen Menschen besser gedacht hast, als er in wirklich ist? Sei mal ganz ehrlich zu dir und frage dich, wie der Alltag mit dieser Person aussehen soll. Wenn du am Anfang schon zur Option gemacht wirst, denkst du wirklich, das ändert sich, wenn ihr in einer Beziehung seid? Denkst du es hört auf, dass alles und jeder wichtiger ist als du? Wird dein Leben leichter oder anstrengender werden? Es ist jetzt an der Zeit, alle Fakten auf den Tisch zu legen und dir selbst klar zu machen, dass dieser Mensch wohl nicht dass ist, was du dir in deiner Fantasie ausgemalt hast.

All diese Schritte helfen dir, wieder mehr Bewusstsein zu schaffen und nach vorn zu schauen. Es ist ein schwerer Weg, aber je eher du ihn gehst, umso schneller tritt Neues in dein Leben. Wenn man lange allein ist, neigt man leider schnell dazu, Dinge zu romantisieren. Im Kopf entstehen die schönsten Geschichten, die in der Realität leider nie so stattfinden werden. Sei dir deiner selbst bewusst und lerne Grenzen zu setzen. Du bist wertvoll und liebenswert und wenn du spürst, wie die Leichtigkeit in dein Leben zurückkehren wird.

Was bedeutet Selbstfürsorge

Was bedeutet Selbstfürsorge

Du bist die Hauptrolle in Deinem Film und so solltest du dich auch jeden Tag behandeln. Wenn es um Selbstfürsorge geht, heißt es, dass du gut für dich selbst sorgen solltest. Jeden Tag. Wenn du dich die ganze Woche über zu sehr belastest und dann am Wochenende eine halbe Stunde etwas für dich machst, zum Beispiel Yoga oder eine Badewanne, dann reicht das nicht aus. 

Das ist nicht die Bedeutung von Selbstfürsorge. Hier geht es vielmehr darum, gut mit dir selbst umzugehen. Es fängt schon damit an, wie du mit dir selbst redest. 

Ich war mal auf einem großartigen Seminar mit einer ganz tollen Speakerin. Sie hatte folgendes Beispiel: Wenn wir ins Bad gehen um uns zu stylen, nutzen wir alle ja gern die Phrase:“Ich gehe mich mal fertig machen!“ Angekommen im Bad geht es dann auch direkt los mit dem Fertigmachen. Ein Blick in den Spiegel und schon fangen wir an, schlecht mit uns zu reden. 

Die Haut zu schlaff, die Augenringe zu dunkel, der Pickel im Gesicht und alles weitere, was wir vielleicht aktuell nicht so wertschätzen wird in die Mangel genommen. Wer hat denn noch nie vorm Spiegel Sätze zu sich selbst gesagt wie, Du wirst immer fetter. Deine Haare sahen auch schonmal schöner aus. Ohje, du bist so hässlich. 

Leider neigen wir, speziell heutzutage, wo einem im Netz so viel Perfektion vorgegaukelt wird, immer wieder dazu uns selbst klein zu reden. Jetzt frage ich dich aber mal, würdest du all das was du dir um die Ohren haust auch zu deiner besten Freundin sagen? Würdest du sie anschauen und sagen, Donnerknispel, ordentlich Cellulite an den Beinen, was? Oder würdest du zu einem anderen geliebten Menschen sagen, dass er fett geworden ist? Nicht? Warum sprichst du dann so mit dir? 

Wenn wir über Selbstfürsorge reden ist es ganz wichtig, bewusst darüber nachzudenken, wie wir mit uns selbst reden. 

Statt also jetzt zu sagen:“Ich gehe mich fertig machen,“ sag doch mal:“Ich nehme mir jetzt Zeit für mich und mein Styling.“ Wenn du jetzt in den Spiegel schaust, dann suche nicht nach deinen vermeidlichen Makeln. Suche deine Diamanten! Was findest du besonders schön an dir? Deine Augen? Dann schau sie dir genau an und sag dir einfach mal:“Wahnsinn, was für schöne Augen ich habe!“

Am Anfang fühlt sich das etwas komisch an, aber das wird besser und du wirst sehen, wie sich dein Selbstbewusstsein mit der Zeit ändert. 

Genauso wichtig wie die Wortwahl bei Gesprächen mit dir selbst ist, wie du dich selbst behandelst. Wieviel Zeit pro Tag gehört nur dir? Ich meine nicht die Toilettengänge. Der Tag hat 24 Stunden. Zwischen 8 – 9 Stunden schlafen wir. In der Regel sollte die Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten. Wir wissen aber ja alle, dass das oft einfach nicht mehr hinkommt. Nehmen wir einfach mal ganz grob 10 Stunden Arbeitszeit. Bleiben noch fünf Stunden. Für Haushalt, Essen kochen und was sonst noch so anfällt nehmen wir mal 1,5 Stunden. Macht 3,5 Stunden die wir noch übrig haben für alles andere. Wieviel Zeit nimmst du dir, von diesen 3,5 Stunden am Tag, für deine Bedürfnisse?

Es sind immer alle wichtiger als du selbst? Du bist immer hilfsbereit und hast für alle eine offenes Ohr? Wenn Not am Mann ist, bist auch sofort zur Stelle? Fein. Aber wird das auch genauso für dich gemacht? Oder stellst du häufiger fest, dass du auf Hilfe immer warten musst. Sagen deine Freunde, dass sie erst ihre Sachen erledigen bevor sie zur Stelle sind oder lassen sie für dich auch sofort alles stehen und liegen?

Sei nicht enttäuscht von deinen Freunden oder Familienmitgliedern. Die meisten Menschen checken eben erst ihre eigenen Bedürfnisse ab, bevor sie dir oder anderen helfen. Wenn dir, zum Beispiel, jemand antwortet mit:“Ich gehe erst zum Sport, dann bin ich für dich da.“ Hat dieser Mensch Selbstfürsorge verstanden. Notfälle sind hier natürlich nicht gemeint. Aber ich war auch so ein Mensch, der immer sofort für alle gesprungen ist um zu helfen und alles was für mich eigentlich wichtig war, hinten an gestellt hat. Es hat mir auch immer ein gutes Gefühl gegeben, gebraucht zu werden. Ausserdem dachte ich, dass ich dadurch mehr geliebt werde. Ich habe diese Sache aufgearbeitet und seit dem sind alle Beziehungen besser als je zuvor. Weil ich verstanden habe, dass Hilfe nicht gleich Liebe ist und ich dadurch viel weniger Enttäuschung erlebe, wenn mir nicht sofort geholfen wird. 

Zusammengefasst ist Selbstfürsorge ein gesunder Egoismus. Frage dich jeden Tag was dir heute gut tun würde. Wenn du dich nicht gut fühlst, erledige deine Pflichten und kümmere dich dann ausschließlich um dich. Denke immer daran, du kannst für niemanden da sein, wenn du nicht für dich da bist. 

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